8. März 2010

Crowdsourcing

Der Begriff Crowdsourcing wurde erstmals im Jahr 2006 von Jeff Howe in einem Beitrag für das amerikanische Magazin „Wired“ verwendet. Crowdsourcing beschreibt nichts anderes als das gezielt Einbinden von Kunden bei der Erstellung eines Produktes oder bei der Gestaltung einer Dienstleistung. Eine große Menge von Menschen beteiligt sich gemeinschaftlich an einem Projekt und bewerkstelligt die Aufgabe im Team. Jeder bringt sich dabei nach seinen Kräften und seinem Wissen ein.

Crowdsourcing wird vor allem im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten eingesetzt. Durch das Zusammenspiel vieler Menschen ergibt sich eine ebenso große Menge an Ideen und Einfällen, die für die Lösung des Problems hilfreich sein können. Viele Agenturen und Unternehmen lassen sich Beratungsleistungen teuer bezahlen. Unternehmen könnten Kosten sparen, wenn die eigenen Kunden zu Beratern und Ideengebern umfunktioniert werden. Das bekannteste Beispiel für Crowdsourcing ist sicherlich die virtuelle Enzyklopädie Wikipedia. Tausende aktive Nutzer haben mitgeholfen, um einen scheinbar grenzenlosen Wissenspool im Internet zu erschaffen.

Crowdsourcing und Mundpropaganda sind wie Bruder und Schwester. Bei einem Crowdsourcing-Projekt ist Mundpropaganda unvermeidlich, weil Ideen und Einfälle weitergereicht werden und sich in dem Crowdsourcing-Netzwerk verbreiten. Durch die starke Involvierung von Nutzer oder Kunden in die Produktentwicklung kommt es unweigerlich zu einer hohen Identifikation mit dem Produkt. Die „Produktersteller“ werden zu Botschaftern und Fans des Produkts und werden folglich nicht mit Empfehlungen geizen.

1. März 2010

Was gegen Empfehlungsmarketing spricht

Empfehlungsmarketing ist ein geeignetes Instrument, um die Marketingaktivitäten einer Organisation sinnvoll zu ergänzen, keinesfalls kann es jedoch andere Maßnahmen der Neukundengewinnung ersetzen. Nur wenn der Kreis der potentiellen Empfehler, die für positive Mundpropaganda sorgen, ausreichend groß ist, kann das Empfehlungsmarketing Wirkung zeigen. Dies setzt voraus, dass bereits Kunden „geworben“ wurden, die nun mithelfen die Unterstützerbasis zu erweitern und Werbung im eigenen Freundeskreis machen. weiterlesen…

22. Februar 2010

Was für Empfehlungsmarketing spricht

Werbung ist allgegenwärtig. Jeden Tag werden wir mit hunderten von Werbebotschaften konfrontiert, die wie eine gewaltige Flut über uns hereinbrechen. Die Konsequenz daraus ist, dass Kunden diese Fülle an Botschaften schlichtweg nicht mehr wahrnehmen können und ca. 90 Prozent der Werbebotschaften ignoriert werden. Immer mehr Unternehmen in Deutschland buhlen um die Gunst einer begrenzten Anzahl an Kunden. Die Kosten für Werbemaßnahmen zur Neukundengewinnung steigen stetig. Je weiter diese Entwicklung voranschreitet, um so lauter wird der Ruf nach neuen und effektiven Wegen, um potentielle Kunden zu erreichen. weiterlesen…

15. Februar 2010

Weiterempfehlungsanreize

Nur selten wird eine Werbebotschaft ohne externe Starthilfe zu einem Selbstläufer. Vielmehr muss die Weiterleitung (das Weitererzählen, das Weitersagen oder das Weiterreichen) einer Werbebotschaft durch gezielte Anreize gefördert oder begünstigt werden. Unter einem Weiterempfehlungsanreiz versteht man einen Köder, der die Menschen dazu animiert, eine Botschaft zu verbreiten.

Ein Weiterempfehlungsanreiz kann beispielsweise darin bestehen, dass ein Nutzer eine monetäre Gegenleistung für das Weiterleiten erhält. Bei einer Empfehlung bürgt der Empfehler mit seiner eigenen Reputation. Sollte er ein Produkt weiterempfehlen, das qualitative Mängel aufweist, wird sein eigener Ruf als Experte darunter leiden. Möglicherweise werden bei einer Empfehlung auch Kontaktdaten von Freunden und Bekannten weitergereicht.

Aufbauend auf diesem Ansatz hat sich mit dem sog. Affiliate Marketing eine eigene Marketingdisziplin im Internet etablieren können. Das Affiliate Marketing belohnt Empfehler für eine Empfehlung, die zu einer Kaufhandlung geführt hat. Der Werbende stellt dem Empfehler ein Werbemittel zur Verfügung, das der Empfehler auf einer Webseite zu Werbezwecken verwenden kann. Beim Affiliate Marketing erhält der Empfehler je nach Abrechnungsmodell eine monetäre Gegenleistung für jeden Lead, Verkauf oder Klick.

Im Gegensatz zum klassischen Empfehlungsmarketing geht hier jedoch der Vertrauensbonus des Empfehlers verloren, da er eine finanzielle Gegenleistung für die Weiterempfehlung erhält.

8. Februar 2010

Virtuelle Netzwerke aus Multiplikatoren

Auf www.onetoone.de findet sich ein interessanter Artikel über Empfehlungsmarketing. Im Fokus des Beitrags stehen Agenturen wie Buzzer und TRND, die sich auf Empfehlungsmarketing spezialisiert haben.

Buzzer wurde 2005 in den Niederlanden gegründet und hat seit dem Sommer 2009 auch einen Ableger in Deutschland. Auf der deutschen Plattform buzzer.biz haben sich mittlerweile 5.000 Mitglieder registriert, die als Produkttester fungieren. Eine erste Kampagne für Tchibo steht in den Startlöcher: Gesucht werden Tester eines Abos für das Tchibo Cafissimo Sys-tem! Einige ausgewählte Mitglieder sollen testen, ob das entsprechende Produkt markttauglich ist. Buzzer will expandieren und plant die Errichtung von Zweigstellen in Österreich und in der Schweiz, um Länder übergreifende Kampagnen durchführen zu können.

TRND ist der deutsche Marktführer in Sachen Empfehlungsmarketing. TRND ist ein Word-of-Mouth-Netzwerk, das mittlerweile 200.000 Mitglieder zählt. Im August 2009 hat TRND sein Netzwerk ausgedehnt und mit Bopki eine Mitmach-Plattform nur für Frauen geschaffen. Auch TRND will sich noch stärker auf das Auslandsgeschäft fokussieren. Seit 2009 existiert bereits eine Zweigstelle in Spanien.

Das Konzept der beiden Netzwerke ist vergleichbar. Zunächst wird ein virtuelles Netzwerk aus Multiplikatoren aufgebaut, die Produkttests durchführen dürfen. So können Produkte und Dienstleistungen bereits vor dem Marktstart getestet werden. Dass es hierbei zu positiver Mundpropaganda kommt, steht außer Frage. Die Multiplikatoren berichten auf Blogs und in Sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen und sprechen direkte und indirekte Empfehlungen aus.

3. Februar 2010

Neue Werbeplattform für Werbekampagnen

[Trigami-Review] Eine Begleiterscheinung des Web 2.0 ist die Verschmelzung der Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten. Während das „Veröffentlichen“ und damit auch die Meinungsbildung in der Vergangenheit den großen Verlagen und Zeitungen vorbehalten war, kann mittlerweile jede Privatperson durch einen Blog oder durch Twitter zu einem “Verleger” werden. Der Internet-Nutzer 2.0 ist kein passiver Konsument mehr, sondern ein Produzent.

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