ShopTogether
Das Onlineshoppen konnte bisher nicht bieten, was eine Shoppingtour mit der besten Freundin durch die Einkaufsstraßen verspricht: ein Schwätzchen, sich gegenseitig beim Kauf beraten können und vieles mehr. Bisher hat das bequeme Onlineshoppen aber auch ohne dies Zuspruch gefunden. Das gewohnte Shopping-Erlebnis gibt es aber dank einer amerikanischen Softwarefirma jetzt auch online.
Mit ShopTogether® kann man das Onlineshop-Angebot gemeinsam erkunden – ohne Links und Emails. Auf der gemeinsamen Shoppingtour wird das angeklickte Objekt der Begierde auch für die Freundin sichtbar man kann sich daraufhin per Chat darüber austauschen. Man kann also zusammen und im ständigen Austausch den Shop erkunden.
Die Integrierung der ShopTogether®-Software soll folgende Vorteile bieten: bis zu 25 % mehr Produkte im Warenkorb und die Bestellungen sollen im Wert um 50 % steigen. Erste Erfolge, die dies stützen, hat der Onlineshop Hautbalance.de bestätigt. Die Betreiber erzielten durch die neue Software eine Steigerung des Umsatzes von 15 %.
Werbeformen
Das Social-Media-Marketing findet immer mehr Anhänger: 56,7 % der Marketer benutzten im vergangenen Jahr Twitter, Facebook & Co. - vor zwei Jahre waren es nur 16 %.
Dies ist das Ergebnis der GfK-Umfrage “Alternative Werbeformen”. Im Auftrag der Agentur webguerillas wurden im Jahr 2009 233 Marketer befragt.
Als Kommunikationsstrategien lag das Social-Media Konzept (56,7 %) noch vor dem Suchmaschinen-Marketing (54,1 %), Viralen Konzepten (38,1 %) und dem Word-of-Mouth-Marketing (36,9 %). Im Vergleich zu den Umfrageergebnissen von 2007 sind jedoch alle alternativen Werbeformen wesentlich öfter genutzt worden.
Als Ergänzung zu den üblichen, klassischen Werbemaßnahmen finden über 40 % der Umfrageteilnehmer Social-Media-Maßnahmen sinnvoll. Virales Marketing kann durch seine Medienwirksamkeit zudem für ein Plus an Reichweite sorgen, wohingegen dem Word-of-Mouth-Marketing eine Qualitätssteigerung der Kontakte nachgesagt wird. Nach wie vor finden Videoclips großen Anklang. Sie werden fast von 50 % der Befragten genutzt.
Ein mangelnder Erfahrungsschatz, Schwierigkeiten bei der Auswertung von Ergebnissen und der große Aufwand für Werbmaßnahmen sorgen dafür, dass das Budget für alternative Werbemaßnahmen klein bleibt. Die Befragten gaben meist an, unter 10 % ihres Gesamtbudgets in alternative Werbung zu stecken. Für die Zukunft sehen sie aber immer größere Investitionen in diesen Sektor voraus.
Uli Hoeneß im Vertrieb
Uli Hoeneß verdingt sich neuerdings als Direkt-Marketer. Er und sein Sohn Florian Hoeneß besitzen eine Wurstfabrik in Nürnberg. Sein Sohn Florian ist zudem Leiter der Hoeneß’schen Wurstfabrik.
Jetzt haben sie mit Hilfe einer Agentur einen neuen Weg ersonnen, die Aufmerksamkeit auf ihre Wurst zu lenken. Ein auf youtube eingestelltes Video zeigt Hoeneß als Vertreter mit Schnurrbart und Schiebermütze, der seinen „Nürnburger“ (drei Nürnberger Rostbratwürste im Brötchen) bei einem Budenverkäufer anpreist.
Mit seinem Koffer, in dem sich ein Papp-Nürnburger befindet, versucht er sein Glück bei einem Fisch-Händler, ist aber auf Grund der Inhaltsstoffe seines Burgers (fischlos!) nicht erfolgreich.
Wünschen wir ihm, dass seine Vermarktungsstrategie außerhalb des Videos mehr Früchte trägt!
Youtube als Sternchen-Produzent
Kim Yeo Hee ist eine von vielen, die durch ihre Youtube-Clips bekannt wurden. Was man dazu benötigt ist vor allem eine neue, kreative Idee. Kim Yeo Hees Idee war es, ihre eigene Stimme mit mehreren iPhones selbst zu begleiten. Die Südkoreanerin singt Popsongs nach, die momentan angesagt sind, und wurde durch Millionen Klicks belohnt. Aber nicht nur dadurch: Sie hat nun sogar einen Plattenvertrag erhalten.
Kim Yeo Hee hat für ihre Clips iPhones mit verschiedenen musikalischen Apps ausgestattet. Dies nutzte sie zur rhythmischen Untermalung ihres Gesanges. Sie sang “Poker Face” von Lady Gaga und auch “Irreplaceable” von Beyonce.
Mit der richtigen Idee kann man über Youtube also mit geringem Aufwand bekannt werden. Die Clips müssen „nur“ auffallen und daraufhin weiter empfohlen werden. Das nennt sich dann Viral Marketing.
Weinkeller 2.0
Das Web 2.0 ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Es gibt nichts, was es nicht gibt! Die Zahl der hilfreichen Tools, Applications, Plugins, und Addons steigt beständig. Mittlerweile gibt es auch für alle leidenschaftlichen Weintrinker eine Plattform im Web 2.0.
Auf webnwine.com können sich alle Weinliebhaber anmelden und den eignen Weinkeller webbasiert verwalten. Über eine zusätzliche iPhone-Application kann man zudem mobil den eigenen Weinkeller verwalten und organisieren. Über Sinn und Unsinn einer derartigen Anwendung kann man sicher streiten: Für alle Weintrinker und Weinliebhaber ist das Netzwerk jedoch sicherlich eine tolle Sache! Beispiele kann man dort seinen Lieblingswein präsentieren, wie den Château-Wein aus dem berühmten Weinanbaugebiet in Südfrankreich bei Bordeaux.
Die Plattform verfügt zusätzlich über eine Datenbank mit 40.000 verschiedenen Weinsorten, 7.000 Auktionsdaten von Weinen und mehr als 31.000 Verkostungsnotizen von Kollegen aus der Wein-Branche. Alle, die keinen großen Weinkeller haben, können die Plattform also dennoch nutzen, um sich über Weine zu informieren und sich mit Freunden auszutauschen. Durch Auktionsdaten und grafische Elemente kann sich der Nutzer über länderspezifische Angebote und Preise informieren und bleibt stets auf dem Laufenden.
Auf der ganzen Plattform wird viel Wert auf Information und Austausch gelegt: Jahrgangsübersichten werden den Nutzern ebenso angeboten, wie Details zu einzelnen Weinen. Auch der User Generated Content kommt nicht zu kurz: Natürlich kann der Nutzer selbst auch einzelne Weine bewerten und Kommentare abgeben. Selbst eine Export-Funktion wurde eingebaut, so dass man die Daten aus dem eigenen Weinkeller schnell und unkompliziert ins Excel-Format exportieren kann. Das Netzwerk besticht durch eine übersichtliche Handhabung. Auf dem amerikanischen Blog kann man sich über Wein und Weinwirtschaft informieren.
Durch die iPhone Applikation von webnwine hat der Kunde immer und überall Zugriff auf seinen virtuellen Weinkeller. Außerdem kann man jederzeit auf die umfassende Weindatenbank zugreifen. Wer gerne Essen geht, kann somit beim nächsten Restaurantbesuch die Daten des jeweiligen Weins über sein iPhone abrufen. Alle Nutzer ohne iPhone müssen leider auf diesen Luxus verzichten. Dennoch sind sie im Weinnetzwerk natürlich bestens aufgehoben.
Nun liegt es an Euch, den virtuellen Weinkeller selbst zu testen: „Jetzt testen“
Old Spice und der vermeintliche Super Bowl Clip
Procter & Gamble hat sich für die Marke Old Spice eine clevere Marketingstrategie einfallen lassen. Old Spice existiert seit 1938 auf dem amerikanischen Markt und ist eine der traditionsreichsten Herrenpflegeserien.
Bekanntlich sind die Werbepausen während des Super Bowls sehr begehrt und die Buchung eines Werbeplatzes mit hohen Kosten verbunden. Bis zu drei Millionen Dollar müssen für einen Werbeauftritt bezahlt werden. Old Spice verzichtete daher auf eine Schaltung des eigenen Werbeclips während des Super Bowls und veröffentlichte ihn erst einen Tag später.
Durch eine raffinierte Online-Vermarktung konnte Procter & Gamble jedoch den Eindruck erwecken, dass der Clip zur illustren Runde der Super Bowl Commercials gehört hätte. Es wurden entsprechende Suchworte gekauft, die ein Nutzer bei der Suche nach witzigen Clips eingeben könnte. Die Platzierung in direkter Nachbarschaft zu humorvollen Super Bowl Spots ließ den Eindruck entstehen, der Clip von Old Spice gehöre ebenfalls zu den Super Bowl Commercials.
Sogar Nachrichten-Sender wie CBS News ließen sich täuschen. Während der Early Show am 24. Februar kündigte die Moderatorin den Spot als “Old Spice Commercial that debuted at the Super Bowl” an. Procter & Gamble ist es gelungen ein erfolgreiches Täuschungsmanöver zu inszenieren.
Der gezielte Ankauf von Keywords hat sich für die Marke Old Spice doppelt und dreifach bezahlt gemacht. Aus dem vermeintlichen Super Bowl Clip wurde ein viraler Hit! Auf YouTube kann der Clip mittlerweile 6 Mio. Aufrufe verzeichnen. 8.000 Kommentare und 20.000 Bewertungen spiegeln die riesige Resonanz für diesen Clip wieder.
Der Spot wirkt typisch amerikanisch: Prägnante Texte, überraschende Szenenwechsel und ein charismatischer Darsteller. Der frühere Football-Profi Isaiah Mustafa präsentiert seinen durchtrainierten Oberkörper und gibt dem Rest der Männerwelt einen guten Ratschlag: Wenn man zukünftig mit Old Spice duscht, sieht man zwar nicht so gut aus wie Isaiah Mustafa, aber man duftet zumindest genauso gut.
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