Die Agenturgruppe ZenithOptimedia prognostiziert in diesem Jahr ein Wachstum um 10,1 Prozent für Internetwerbung. Dabei sollen die gesamten, weltweiten Werbeinvestitionen um 8,5 Prozent zurückgehen. Das Internet überzeuge Werbungtreibende als kalkulierbarer und messbarer Werbeträger, verkündet die Studie „Advertising Expenditure Forecast“. Wachstumstreiber ist vor allem das Suchmaschinenmarketing.
Alle anderen Werbeträger müssen Einbußen verkraften: Zeitschriften müssen mit einem weltweiten Minus von 16,7 Prozent (in Deutschland mit 15 Prozent) rechnen. Weil die verschiedenen Länder unterschiedlich stark unter der Rezession leiden, entwickeln sich auch die Werbemärkte völlig unterschiedlich: Der US-Werbemarkt schrumpft gar um 10,3 Prozent. Für Westeuropa wird mit einem Minus von 9,2 Prozent gerechnet. In Deutschland wird mit einem Rückgang der Werbeausgaben in Höhe von 6,2 Prozent kalkuliert (vgl. Internetworld).
Die klassischen Medien müssen sich angesichts der veränderten Mediennutzung und Digitalisierung weiterhin auf schwierige Zeiten einstellen. Eine zweite Umfrage von Sapient unter 100 Marketingmanagern stützt diese Prognosen. Bei der Befragung verkündeten 52,6 Prozent der Marketingmanagern, dass neue Medien und Social-Media-Kanäle wachsende Aufmerksamkeit erlangen werden. E-Mail-Marketing steht dabei hoch im Kurs: 54,2 Prozent sind der Meinung, dass E-Mail-Marketing für die besten Ergebnisse sorgt. Es folgen: Suchmaschinenmarketing (38,5 Prozent), digitale Werbung (32,3 Prozent) und Werbung in Social Networks mit 25 Prozent.