Marketing & Media Ecosystem Studie 2010

Kürzlich ist eine Studie erschienen, die sich mit der Medienlandschaft und deren Veränderung beschäftigt. Mehr als 250 Marketingköpfe haben durch Interviews und Denkanstöße dazu beigetragen, das Manifest „Marketing Media & Ecosystem 2010“ (pdf) zu erarbeiten. Als Kernpunkt der Studie ergibt sich ein Wandel des Konsumenten in seiner Rolle als passiver Empfänger von Werbebotschaften. Der Konsument wird zu einem aktiven Dialogpartner im Marketingprozess. Die wichtigsten Wachstumstreiber der medialen Veränderung sind neue Technologien, eine zunehmende Personalisierung der Werbung und der steigende Einfluss des Konsumenten.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie:

Marketing als Dialog:Der Einfluss der Konsumenten wächst stetig. Mittels Social Network Sites, Blogs, Foren, Microblogs und Handys kann jede Privatperson jederzeit in Interaktion mit anderen Nutzern treten. Die zukünftigen Marketingansätze werden darauf abzielen, gemeinsame Erlebnisse zwischen Konsumenten und Produzenten zu schaffen. Die klassische Frontalwerbung, die nur eine Richtung kennt, wird langsam zurückgehen.

Die Agentur-Landschaft: Die Marketingwelt wird immer komplexer. Es werden sich neue Spezialisten für neue Marketingbereiche etablieren können.Verantwortungsbereiche werden nicht mehr eindeutig geregelt sein, so dass ein integratives Zusammenarbeiten unausweichlich erscheint. Die Agenturen werden nur noch gemeinsam einen Wert für die Unternehmen schaffen können.

Distribution: Medienplanung und Medienstrategien gewinnen an Bedeutung. Werbekampagnen werden über verschiedene Kanäle gestreut, die dann eine Konversation ermöglichen. Die Distribution und das Tracking der Marketingmaßnahmen werden zu einem wesentlichen Bestandteil der Kampagnen.

Metrik: Die sofortige Verfügbarkeit von Marketingkennzahlen wird zu einem Muss. Durch die rasche Auswertung von Klickraten und Nutzerverhalten wird die Transparenz des Marketings weiter steigen. Schnelle Technologien zur Datenauswertung bringen Wettbewerbsvorteile.

Digitales Marketing: Aktuell verwenden die meisten Unternehmen nur ca. 5-10 Prozent ihrer Marketingbudgets für digitales Marketing. Diese Kluft zwischen klassischen Marketinginstrumenten und digitalen Instrumenten wird jedoch schwinden.

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