Das große Problem beim Viral Marketing ist die Tatsache, dass es nicht im Ermessen des Erzeugers liegt, welche Kampagne zum Erfolg führt und welche nicht. Der Konsument ist es, der entscheidet, ob die Kampagne eine virale Verbreitung erlangt! Dem Unternehmen oder der Organisation sind die Hände gebunden. Doch wie könnte man die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es tatsächlich zu einer Epidemie kommt?
Chris Anderson (The Long Tail) und David Meerman Scott (The New Rules of Marketing & PR) vergleichen Viral Marketing in ihren Büchern mit Venture Capital Gesellschaften. Diese Gesellschaften konzentrieren sich bei ihren Beteiligungen nie auf ein einziges Start-Up-Unternehmen. Sie „streuen“ ihre Investitionen über verschiedene Start-Ups. Sie sind sich dessen bewusst, das der Großteil der Start-ups scheitern wird. Schafft jedoch eines dieser Unternehmen den Durchbruch, können damit alle getätigten Investitionen refinanziert bzw. um ein vielfaches übertroffen werden.
Ähnliches gilt für das Viral Marketing. Ob man mit einer einzigen großen Kampagne einen „Hit“ landet, hängt von Faktoren ab, die das Unternehmen selbst nicht beeinflussen kann. Stattdessen ist es sinnvoller, seine finanziellen und zeitlichen Ressourcen auf verschiedene, kleinere Projekte zu verteilen. Lgisch ist: Zehn Videoclips verzehnfachen die Chance einen viralen Hit zu landen, im Vergleich zu einem einzigen Videoclip. Ebenso ist eine Nutzung von verschiedenen Kanälen und Instrumenten denkbar. Die Geschmäcker sind verschieden: Blogbeiträge, Podcasts, Videoclips oder eBooks! Jeder Kunde hat andere Präferenzen. Zudem entsteht durch die Verknüpfung der einzelnen Instrumente eine erfolgsversprechende Infrastruktur.
Viel Spaß beim „Seeden“ der Kampagnen!
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