Märkte sind Gespräche
Kunden werden tagtäglich mit unzähligen Reizen überschüttet: Reize, die primär durch eine gigantische Flut an Werbebotschaften erzeugt werden. Und jede dieser Botschaften verfolgt nur ein Ziel! Nämlich seine eigenen Produkte oder seine Dienstleistung an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Die Botschaft lautet immer: Kauf mich!
Dabei wissen wir spätestens seit dem Cluetrain Manifesto, dass die Märkte der Zukunft aus Gesprächen bestehen: Egal ob Gespräche zwischen Kunden oder Gespräche zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden. Bei dem Marketing 2.0 geht es nicht mehr darum, wer am lautesten schreit, sondern wer am besten zuhören kann.
Permission Marketing
Doch bevor ein Dialog überhaupt entstehen kann, benötigt man die “Permission” des Kunden: Die Erlaubnis zur Kontaktaufnahme! Marketing-Guru Seth Godin hat dieser Thematik ein eigenes Buch gewidmet: Permission Marketing bietet im Gegensatz zur klassischen Werbung dem Unternehmen die Möglichkeit, potenzielle Kunden durch personalisierte Informationen anzusprechen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen hat sich vorher die Erlaubnis des Kunden eingeholt, ihn regelmäßig mit Informationen versorgen zu dürfen.
Durch diese Form des Marketings kann die Responsequote bei nachfolgenden Verkaufsangeboten gesteigert werden, da es sich um warme Adressen handelt. Bei klassischen Marketingformen dagegen, reagieren viele Kunden mit Abneigung und Ignoranz. Was nicht weiter verwunderlich ist, da sie ihres kostbarsten Gutes beraubt werden: Zeit! Beim Permission Marketing dagegen wissen die Kunden, von wem die Botschaft kommt und sind dafür empfänglich.
Einige Ideen für Permission Marketing
Doch wie erarbeitet man sich eigentlich die Permission eines Kunden? Makabererweise sind es eben jene klassische Marketingformen, die sich hierfür am besten eignen. Der Fokus der Botschaft sollte jedoch nicht auf dem Verkaufen liegen, sondern auf der Permission des Kunden, ihn zukünftig mit Informationen versorgen zu dürfen.
Wie wäre es mit einem Zeitungscoupon, der den Kunden auf eine Webseite lockt, wo er ein kleines Dankeschön bekommt? Wie wäre es mit einer Zeitungsbeilage, die eine exklusive Gewinnspiel-Teilnahmekarte beinhaltet? Wie wäre es mit einem kostenlosen eBook als Geschenk für neue Newsletterabonnenten? Wie sagt Seth Godin so schön: Beim Permission Marketing geht es darum, Fremde zu Freunden zu machen und Freunde zu neuen Kunden.
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