Als Seeding wird das gezielte Streuen von viralen Medieninhalten bezeichnet. Es wird unterschieden zwischen dem einfachen Seeding und dem aktiven Seeding: Beim einfachen Seeding wird ein Medieninhalt nur platziert, und es werden keine weiteren Aktivitäten unternommen, um den Inhalt weiter zu verbreiten. Bei dem erweiterten Seeding wird der Inhalt an ausgewählte Multiplikatoren weitergereicht, die den Inhalt zudem verbreiten.
Einfaches Seeding
Die viralen Medieninhalte (Videos, Blogs, PDFs) werden beim einfachen Seeding nur platziert und nicht gezielt an Multiplikatoren verschickt. Der Urheber vertraut darauf, dass sich der Medieninhalt von alleine verbreitet und keine weiteren Seeding-Maßnahmen erforderlich sind. Der vermeintlich virale Medieninhalt wird auf der eigenen Webseite hinterlegt oder per E-Mail an gute Freunde verschickt.
Die Nachteile des einfachen Seeding liegen auf der Hand: Die Reichweite der viralen Verbreitung ist stark eingeschränkt. Es ist nicht sichergestellt, dass der Medieninhalt auch tatsächlich eine kritische Masse an Menschen erreicht, die für eine virale Verbreitung des Inhalts erforderlich ist.
Einfaches Seeding lohnt sich also nur dann, wenn man auf die Qualität des viralen Inhalts vertraut. Ziel ist es, diesen zu einem Selbstläufer zu machen, indem er bestimmte Emotionen weckt oder die Menschen einen starken Anreiz zu Weiterleitung verspüren.
Erweitertes Seeding
Beim erweiterten Seeding wird der Medieninhalt gezielt verteilt und gestreut. Ziel ist es, möglichst schnell eine kritische Masse zu erreichen, um somit einen viralen Effekt auszulösen. In einem bestimmten Zeitfenster muss eine bestimmte Reichweite erzielt werden.
Um einige Beispiele für das erweiterte Seeding zu nennen: Videoclips können auf kostenlosen Videoplattformen im Internet hochgeladen werden; Blogger können dazu animiert werden, den viralen Inhalt in einem Blogbeitrag zu verewigen; in Foren und Sozialen Netzwerken kann der Inhalt per Personal Message verbreitet werden; E-Mail-Adressen können angemietet werden, um zielgerichtete E-Mail-Nachrichten zu versenden.
Aufgrund der Fülle an Medieninhalten, die mittlerweile ins Internet gestellt werden, wird es immer unwahrscheinlicher, dass ein Inhalt eine virale Verbreitung erreicht. Ein Mix aus verschiedenen Seeding-Maßnahmen kann die virale Verbreitung fördern. Relevante Netzwerke und Zielgruppen zu identifizieren, in denen der virale Medieninhalt zirkulieren kann, wird zukünftig für das Seeding erforderlich sein. Gezieltes, erweitertes Seeding wird immer mehr zu einer Notwendigkeit.
Was ist hiermit gemeint? -> E-Mail-Adressen können angemietet werden, um zielgerichtete E-Mail-Nachrichten zu versenden.
Wie und wo werden die E-Mail-Adressen angemietet?
Man mietet für den einmaligen Gebrauch bei einer Agentur E-Mail-Adressen an (z. B. bei eCircle). Diese angemieteten Adressen werden dann per E-Mail mit der entsprechenden Werbebotschaft angeschrieben. Je nach Qualität der Adressen dürften der TKP bei 100 bis 200 Euro liegen.
Pingback: Social Media Marketing und digitale Mundpropganda