So arbeiten die Profis!
Content is king, heißt es. Stimmt aber nicht ganz! Täglich werden 70.000 neue Videos auf YouTube hochgeladen: Die Wahrscheinlichkeit mit dem eigenen Video einen viralen Volltreffer zu landen, sinkt dadurch auf ein Minimum. Daher bedarf es oftmals einiger “Anstupser”, um einen Virus in Rollen zu bringen. Im Magazin jetzt.de der Süddeutschen Zeitung kann man nachlesen, wie die Agentur GoViral ihre viralen Videos unter das Volk bringt.
GoViral ist auf Seeding” target=”_blank”>Seeding spezialisiert. Die Agentur streut die Videos im Netz und kann mit Hilfe eines HTML-Codes messen, wie oft ein Video angesehen wurde. Will man GoViral als Agentur buchen, muss man tief in die Tasche greifen: Bis zu 30 Cent pro View werden in Rechnung gestellt. Für 100.000 Abspielvorgänge muss man demnach 30.000 Euro auf den Tisch legen.
Die Videos werden auf virtuellen Feldern gestreut. Die Agentur greift dabei auf ein Netzwerk von einflussreichen Bloggern zurück, die die Video auf ihren Webseiten veröffentlichen. Sobald genügend Links auf den Clip verweisen, steigt die Zahl der Views rapide an. Die Datenbank soll angeblich mehr als 10 000 Kooperationspartner umfassen, aus denen GoViral je nach Bedarf geeignete Multiplikatoren auswählt.
Beim Seeding liegt der Fokus zunächst meist auf einer kleinen Nische. In dieser Nische findet ein intensiver Austausch über ein spezielles Thema statt. Wenn innerhalb dieser Interessengemeinschaft eine maximale Aufmerksamkeit erzeugt wurde, springt das Thema dann auf die Gesamtgesellschaft über.
Doch es gibt auch andere Meinungen zum Thema Seeding. Christian Wilfer von der Agentur Dialog Solutions vertraut auf die Qualität der Videos: “Manchmal ist das virale Potential so hoch, dass es nur eines Seeding-Schubsers bedarf, um den Clip erfolgreich zu machen”.
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