12. Januar 2010

Studie zum Reputations-Management von Marken

Eine oft geäußerte Angst von Unternehmen ist, dass Konsumenten negative Kommentare über sie veröffentlichen. Besonders in sozialen Netzwerken, auf denen Meinungen stark und weit verbreitet werden können, kann die eigene Marke schnell ins Hintertreffen geraten. In ihrem “Social Media und Online PR Report”, haben Econsultancy und bigmouthmedia untersucht, welche Wege Marketer gehen, um eine Rufschädigung der Marken zu verhindern und zu bekämpfen.

Danach gefragt, was ihr Unternehmen in der Vergangenheit unternommen hat, um negative Kommentare zu minimieren, berichteten fast die Hälfte der Befragten, dass sie die Konsumenten direkt einbinden. Die zweit-üblichste Strategie ist längerfristig ausgerichtet: die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen.

Einige der Befragten hatten auch versucht beleidigende Inhalte entfernen zu lassen. Diese Taktik kann jedoch nach hinten lossen und weitere negative Bemerkungen gegen die Marke nach sich ziehen. Econsultancy stellte fest, dass nur 12% der Unternehmen versucht haben eigene Inhalte zu erstellen, um die für sie schlechten Meinungsäußerungen von Konsumenten in den Suchergebnissen auszugleichen.

Die Überwachung einer Marke war unter den befragten Unternehmen auch ein wichtiger Aspekt. Die Nutzung von Twitter, obwohl hier die Hauptaktivität im Veröffentlichen von neuen Inhalte besteht, spielt dabei eine wichtige Rolle. Ungefähr ein Viertel der Unternehmen nutzten die Twitter für ihren Kundenservice oder zum Erfassen des Kundenfeedbacks.

Fast zwei Drittel (63%) der Unternehmen antworten auf Tweets, und 34% reagieren “systematisch”.
Mehr als ein Fünftel der Unternehmen berichteten Econsultancy, dass die Angst vor dem Reputations-Problem ein Faktor war, der verhinderte, dass sie die Social Media effektiver nutzten. Fast 30% aller Agenturen bestätigten das gleiche für ihre Klienten.

“Um dieses Problem anzugehen muss es mehr Schulungen geben zum Thema Umgang mit negativer PR und Krisen bezüglich Social Media, sowie mehr Übung darin wie reagiert werden sollte,” besagt die Studie. “Es gibt hier ganz offensichtlich eine Möglichkeit für Agenturen ihre Klienten besser zu unterrichten.”

Ähnliche Beiträge aus dem Blog:
Social Media überzeugt mittelständische Unternehmer (noch) nicht
Erfolgsfaktoren im Social Web
Werbeformen


Kommentar schreiben: