Viral Content durch interaktive Videos

User Generated Content
User Generated Content gilt als eine der wesentlichen Errungenschaften des Web 2.0. Im Internet finden sich immer mehr Webseiten und Dienstleistungen, wo die klassischen Grenzen zwischen “Erzeuger” auf der einen und Nutzern auf der anderen Seite verschwimmen: Auf youtube werden private Videos ausgetauscht, auf FlickR werden Fotos präsentiert und auf Wikipedia wird eigenes Wissen propagiert. Auf all diesen Webseiten wird der Nutzer in die Erstellung des Content eingebunden. Der Nutzer wird somit zu einer wichtigen Säule dieser interaktiven Portale.

Doch nicht nur Webseiten oder Dienstleistungen, auch einzelne Werbekampagnen kann man durch das Einbinden der Nutzer fördern und somit für Mundpropaganda sorgen. Für eine Viral-Marketing-Kampagne bringt User Generated Content zwei wesentliche Vorteile mit sich:

1. Die Nutzer erstellen die Inhalte selbst: Wie bei allen digitalen Gütern gehen die variablen Kosten somit gegen null. Es entstehen ausschließlich fixe Kosten durch das “Starten” der Kampagne.

2. Die Nutzer sorgen selbst für die Verbreitung des Content. Wer eigene Inhalte im Internet bereitstellt, will diese auch “vermarkten”: Freunde und Bekannte weist man gerne auf die eigenen, kreativen Inhalte hin. Folglich besteht für die Nutzer ein Anreiz, diese Inhalte zu verbreiten.

Die große Herausforderung eines Unternehmens besteht darin, ein Teil des User Gerated Content zu werden. Nur so kann dieser User Generated Content auch zu eigenen Werbezwecken genutzt werden.

Interaktive Videos

Wie man diese Herausforderung meistern kann, möchte ich an zwei Beispielen verdeutlichen. Bei beiden Viral-Marketing-Kampagnen stehen interaktive Videos im Mittelpunkt der Kampagne.

Genauer gesagt handelt es sich hierbei um Flash-Videos, die der Nutzer durch das Einbinden von eigenen Inhalten modifizieren kann. Durch dieses Einbinden von eigenen Inhalten entsteht User Generated Content in Form von interaktiven Videos. Da der Verlauf der Videos von dem Werbenden vorgegeben ist und von den Nutzern nicht modifiziert werden kann, ist die Platzierung einer Werbebotschaft möglich.

Bob Dylan has a message for you

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Auf dylanmessaging.com kann man seinen Freunden und Bekannten eine musikalische Botschaft zukommen lassen und gleichzeitig das Best-of-Album von Boby Dylan vermarkten. Der Nutzer kann auf 8 vorgegebenen Textfeldern seine Botschaft eintragen, die dann zu einem Bestandteil des Videos wird. Per E-Mail kann das Video dann an seinen Bekanntenkreis weitergeleitet werden.

Die nachfolgende Alexa-Grafik zeigt, wie die Besucherzahlen im September des vergangenen Jahres explosionsartig gestiegen sind und die Boby-Dyland-Message zu einem Virus mutiert ist.

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Elfyourself

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Grüße zu versenden, ist nach wie vor einer der meist genutzten Weiterleitungsanreize (Trigger) bei Viral-Marketing-Kampagnen. Bei der Elfyourself-Kampagne können sich Nutzer durch das Hochladen von eigenen Fotos in Elfen verwandeln. In einem kurzen Video vollführen diese Elfen einen belustigenden Elfen-Tanz, den man per E-Mail an Freunde und Bekannte weiterleiten konnte.

Dieser ausgefallene und kreative Weg, Weihnachtsgrüße zu überbringen, begeistert Jahr für Jahr die Internetnutzer. Die Alexa-Statistik zeigt, dass regelmäßig im Dezember (nur in diesem Monat ist die Webseite erreichbar) die Besucherzahlen in die Höhe schießen:

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Mehr über Viral Content:

Was ist Viral Content?

5 Erfolgsfaktoren von Viral Content

How-to Videos als Viral Content

Über Daniel Gaßmair

Daniel Gaßmair ist Search Marketing Manager und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit SEA und SEO. Er schreibt auf diversen Blogs über verschiedene Online-Marketing-Themen. Xing| Twitter| Google+
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2 Antworten auf Viral Content durch interaktive Videos

  1. Pingback: Mundpropaganda durch interaktive Videos : unique relations

  2. dieter sagt:

    BOB DYLAN, man, BOB DYLAN!
    wie kann man sich da nur vertun.

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