1. Januar 2008

Viral Content

Viral Marketing? Witzige Videos, die per E-Mail verschickt werden?

Diese oder ähnliche Aussagen hört man oft, wenn man mit jemanden über Viral Marketing spricht. Falsch ist es nicht, aber es steckt ein wenig mehr dahinter: Wer ist die Zielgruppe? Wie muss der content aussehen? Welcher content spricht die Zielgruppe an? Welche Anreize kann man setzen, um für eine exponentielle Verbreitung zu sorgen? Wie kann Mundpropaganda gefördert werden? Über welche Kanäle soll der content verbreitet werden? Wie kann man den Erfolg der Kampagne messen?

Dies sind nur einige wenige Fragen, die man sich vor dem Start einer Viral-Marketing-Kampagne stellen sollte. Um jene Fragen zu beantworten, könnte man ganze Bücher füllen. Ich möchte an dieser Stelle eine Frage herausgreifen: Wie muss der Content aussehen? Denn diese Frage erscheint mir mit am wichtigsten und ist maßgeblich für den Erfolg der Kampagne.

Der content ist das Herzstück der Kampagne. Wer wikipedia bemüht, wird auf folgende Definition stoßen:

Medieninhalte (engl. content) sind Inhalte, die über Medien verbreitet werden… Im Internet können Medieninhalte in den unterschiedlichsten Formen vorliegen, als Text, Bild-, Audio- oder Videodaten…

Da haben wir´s: Es muss nicht immer ein Video sein! Jede Form von Medieninhalten, egal ob es sich um Text, Bild-, Audio- oder Videodaten handelt, kann zu einem Virus mutieren! Zweifelsfrei genießen Videos aufgrund ihrer Multimedialität einen Ausnahmestatus, doch auch ein gut geschriebenes eBook oder ein Foto kann eine virale Verbreitung erlangen. Der Zielgruppe für die Marketingkampagne kommt bei der Wahl des contents eine große Bedeutung zu. Jugendliche werden flippige Videos eher ansprechen als Rentner. Diese wiederum werden einen fundierten Text einem Video vorziehen.

Ich habe mir vorgenommen, das neue Jahr mit einer kleiner Blog-Serie zu beginnen: Ich werde verschiedene Content-Formen beleuchten und nach ihrer Tauglichkeit für eine Viral-Marketing-Kampagne prüfen. Wer immer auf dem aktuellen Stand bleiben will, kann hier meinen RSS-Feed abonnieren.

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Kommentare

  1. Markus Väth |

    Bzgl. des Inhalts von viralem Marketing beschäftigt mich vor allem eine Frage:

    Nimmt der Verbreitungsgrad zu, je niedriger das Content-Niveau ist?

    Oftmals habe ich den Eindruck, dass sich “niederschwelliger” Content (z.B. ein “witzig” montiertes JPG) leichter verbreiten lässt als - sagen wir - ein kluger Kurz-Aufsatz zu einem bestimmten Thema. Vielleicht sollte in die Theorie von viralem Marketing auch die Intelligenz der Zielgruppe - neben Alter, Geschlecht etc. - einbezogen werden.

  2. Daniel Gaßmair |

    Völlig richtig! Die Zielgruppe spielt in meinen Augen auch eine wesentliche Rolle.

    Die Frage ist, wie der Werbende seine Ziele und damit auch seine Zielgruppe definiert: Ein großer Händler wird sich nicht auf eine kleine Zielgruppe konzentrieren, sondern die breite Masse erreichen wollen. Und die erreicht man eben am besten mit massentauglichem Content wie witzigen Videos.

    Wer jedoch einen kleinen Nischenmarkt erobern will, der kann durchaus auch mit einem eBook, einem Podcast oder einem How-To-Video erfolgreich sein.

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