Virale Videos

„The secret strategies behind many viral videos“ lautet der Titel eines Beitrages von Dan Ackermann Greenberg auf techcrunch.com. Greenberg wirft einen Blick auf Strategien und Techniken, die eine exponentielle Verbreitung von Videos im Internet herbeiführen sollen. Die Analyse basiert auf eigenen Erfahrungen, die er mit eindrucksvollen Zahlen unterfüttert:

„So far, we’ve worked on 80-90 videos and we’ve seen overwhelming success. In the past 3 months, we’ve achieved over 20 million views for our clients, with videos ranging from 100,000 views to upwards of 1.5 million views each.“

Hier seine acht Empfehlungen:

1. Inhalt ist nicht alles
Die Inhalte der Videos sind laut Greenberg nebensächlich. Vielmehr sollte man beachten, dass die Videos möglichst kurz sind und auf den Zuschauer nicht wie Werbung wirken. Durch „gefakte“ Überschriften und einen Trigger, der ein menschliches Grundbedürfnis befriedigt, kann die Verbreitung gefördert werden.

2. Muliplikatoren nutzen
Die Zahl der Zuschauer lässt sich nur dann exponentiell steigern, wenn die Webseite auf der das Video zu finden ist, auch eine überdurchschnittliche Zahl an Besuchern aufweist. Hierbei verweist Greenberg auf verschiedene Plattformen und Instrumente, die dieses Kriterium erfüllen: Blogs, Foren, MySpace, E-Maillisten und persönliche Kontakte können neben den Video Sharing Sites die Reichweite der Videos vergrößern.

3. Der Titel des Videos
Nomen est omen! Das erste und einzige, was potentielle Zuschauer von dem Video sehen, ist der Titel! Greenberg verweist auf einige Schlagwörter, die man hierbei verwenden sollte: „Recently, I’ve noticed a trend towards titling videos with the phrases “exclusive,” “behind the scenes,” and “leaked video.”

4. Fotos als Teaser
Neben dem Titel, spielt der Teaser des Videos eine entscheidende Rolle. Glaubwürdigkeit kann dadurch übermittelt werden, indem man dem Video ein “menschliches” Gesicht gibt und Bilder sprechen lässt.

5. Gespräche fördern
Eine hohe Zahl an Kommentare ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass das Video polarisiert und für Diskussionen sorgt. Natürlich kann der Videobetreiber hier ein wenig nachhelfen und die Diskussion anheizen. Und wenn man mehrere Accounts besitzt, kann aus dem Monolog ganz schnell ein (vorgetäuschter) Dialog entstehen.

6. Ein Video kommt selten alleine…
Greenberg empfiehlt eine ganze Serie von Videos simultan zu veröffentlichen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer dem Betrachten des einzelnen Videos, einen Besuch auf der dazugehörigen Webseite folgen lässt. Durch das gezielte löschen und erneute hochladen eines einzelnen Videos kann dieses Video mit Hilfe der Fanbase, die man sich zuvor erarbeitet hat, auf die „most viewed“ Seite katapultiert werden.

7. Strategisches Tagging
Taggs sind Schlagwörter, die den Inhalt eines Video beschreiben und definieren. Auf Videoplattformen findet man stets eine Liste mit „related videos“. Hier sind Videos zu finden, die vergleichbare bzw. identische Taggs besitzen und somit aus Sicht des Zuschauers einen ähnlichen Inhalt besitzen. Wer eine ganze Serie von Videos veröffentlicht, kann diese Videos mit „einzigartigen“ Taggs verbinden. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Videos des Betreibers miteinander vernetzt werden.

8. Tracking
Mit Hilfe von Tools, wie TubeMogul oder VidMetrix, können die Zuschauerzahlen, die Anzahl der Kommentare und die Zahl der Bewertungen von Videos erfasst werden. Hierdurch kann der Erfolg einer Kampagne visualisiert und bewertet werden. Die Messungen beschränken sich dabei nicht nur auf eine Videoplattform, sondern sind übergreifend für mehrere Plattformen durchführbar!

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