Was ist eigentlich Seeding?
Nur selten entsteht ein Virus durch die Empfehlung einer einzelnen Person. Im Regelfall muss eine Vielzahl an Personen von einem Produkt (viral Content) erfahren, ehe ein viraler Effekt eintreten kann.
Erst wenn eine kritische Masse an Personen erreicht wird, verbreitet sich die Botschaft von selbst. Um diese kritsche Masse zu erreichen, ist es erforderlich, den eigenen Content unter das Volk zu bringen. Dieser Vorgang wird im Viral Marketing als Seeding bezeichnet.
Seeding (dt. Verbreiten, Streuen, Säen) steht für die gezielte Erstplatzierung einer Botschaft oder eines Produktes auf relevanten, hochfrequentierten Plattformen (Feldern). Seeding findet somit auf ersten Stufe des Weiterleitungsprozesses statt. Sascha Langner unterscheidet zwischen dem einfachen und dem erweiterten Seeding.
Beim einfachen Seeding soll die Zielgruppe selbst den Content entdecken. Der Empfehlungsprozess soll auf natürliche Art und Weise gedeihen und wird von dem Werbenden nicht beeinflußt. Die Viral-Marketing-Kampagne bleibt dadurch glaubwürdig und authentisch. Die Kosten des einfachen Seedings sind vergleichsweise gering. Der Content wir ausschließlich Freunden und Bekannten präsentiert. Dadurch, dass man nur auf die Qualität des Content als Verbreitungsanreiz vertraut, ist die Wahrscheinlichkeit einer viralen Verbreitung jedoch äußerst gering.
Beim erweiterten Seeding dagegen wird der Content von dem Werbenden gezielt gestreut und plaziert. Die schnelle und massive Verbreitung des Content steht dabei im Vordergrund. Zwar sind die Kosten des erweiterten Seeding weitaus höher als beim einfachen Seeding, jedoch können diese Kosten durch eine schnelle Verbreitung des Content zeitnahe refinanziert werden. Der Content wird über möglichst viele Kanäle und auf hochfrequentierten Plattformen verbreitet.
Das Internet bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den eigenen Content schnell und kostengünstig zu streuen. Botschaften können auf Webseiten, Blogs, Foren, Gästebüchern, Chatrooms, Communities, Suchmaschinen, Web-Verzeichnissen, Content Sharing Sites, Social Networks, Social Bookmarking Sites verbreitet werden.
Doch auch offline kann man den Verbreitungsprozess beeinflussen: Print-Medien, Rundfunk, Fernsehen, Seminare, Vorträge, Messen, Umfragen, Fürsprecher, Produkttests und Give-aways können als Kanäle/ Plattformen genutzt werden, um die eigene Botschaft zu säen.
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[...] Begriff Seeding steht für das gezielte Platzieren von eigenem Content auf hochfrequentierten und relevanten [...]